Bergstadt Schneeberg
 
Chronik der Stadt
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2.H.d.12.Jh.   Die Waldhufensiedlungen Griesbach, Lindenau und Scheibe werden von fränkischen Bauern gegründet.
     
um 1200   Gründung von Neustädtel. Mit der Zinnseiffnerei beginnt der älteste Bergbau.
     
Anfang 15. Jh.   Neustädtel erhält die niedere Gerichtsbarkeit und das Marktrecht.
     
1413   Die Kirche "Zu unserer lieben Frauen" wird geweiht.
   
1445   Neustädtel erstmals urkundlich als "Stetlin" erwähnt. Schlemaer Bergleute schürfen auf dem Schneeberg nach Eisenerz.
     
1453   Bergbau auf dem Schneeberg urkundlich bezeugt. ("Alte Fundgrube")
     
1471   Reiche Silberfunde auf dem Schneeberg lösen das "Berggeschrei" aus und führen zur Gründung der Stadt.
     
1474   Ein Palisadenzaun, der sog. "Schranken", wird rings um die Ansiedlung errichtet. Innerhalb des Schrankens werden bald 55, außerhalb desselben 110 Zechen und Fundgruben gezählt. An zwei Stellen befanden sich Stadttore. Später wurden weitere Stadttore errichtet, aus Bruchsteinen gemauert und mit Schindeln gedeckt: Badertor, Zwickauer Tor, Hospitaltor, Hartensteiner Tor und Lößnitzer Tor. Silberfunde in den Neustädtler Gruben "Heilige drei Könige" und "St. Katharina Neufang"
     
1477   Herzog Albrecht legt den Grundstein zur ersten steinernen St. Wolfgangkirche. Der Herzog speist in der Fundgrube "St. Georg" an einer Silberstufe, die 80000 Gewichtsmark Feinsilber erbracht haben soll - eine für die damalige Zeit unvorstellbar hohe Summe.
     
1479   Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht verfügen die erste Berg- und Stadtordnung. Der Berg- und Stadtrichter wird jährlich neu gewählt.
     
nach 1480   In Niederschlema wird von der Mulde aus mit dem Bau des Markus-Semmler-Stolln begonnen (Entwässerungsanlage).
     
1481   Schneeberg wird das Stadtrecht mit den Privilegien einer freien Bergstadt verliehen. Über Jahrhunderte bestimmt der Bergbau die Entwicklung und die Geschichte der Stadt. Schneeberg erhält nach nur zehn Jahren seit der Gründung das Stadtrecht. Nach Beendigung der relativ kurzen Silberbergbauphase kam der Förderung und Verarbeitung von Kobalterz dabei bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die größte Bedeutung zu. Kobalterz war Grundlage für die berühmte kobaltblaue Farbe, die u. a. für Meißner Porzellan verwendet wurde. Die Schneeberg - Neustädtler Bergbaulandschaft zeugt heute noch von der Bergbauvergangenheit der Stadt.
     
1483   Die Münzstätte wird von Zwickau nach Schneeberg verlegt.
     
1483-1485   Der Filzteich wird als eine der ersten Talsperren Sachsens angelegt. Er dient der Brauchwassergewinnung für die Neustädtler Gruben - er diente ausschließlich bergbaulichen Zwecken. Heute ist der See ein beliebtes Naherholungszentrum. Gründung der städtischen Lateinschule (1485).
     
1493   Um der wilden und planlosen Bautätigkeit Einhalt zu gebieten, wird dem Stadtrichter vom Bergmeister die „Hofstätte Räump und Gärten“ verliehen, Schneebergs erste Bauordnung.
     
1494   Die Schneeberger Groschen, „Schnieber“ oder „ZInsgroschen“ genannt, werden geprägt.
     
1495   Griesbach muss die Hälfte seiner Flur an Schneeberg abtreten.
     
1496 - 1498   Die Schneeberger Bergleute wehren sich erfolgreich gegen geplante Kürzungen ihres kargen Häuerlohnes. In Erinnerung und Würdigung dieser historischen Ereignisse wird heute noch alljährlich am 22. Juli der Schneeberger Bergstreittag durchgeführt mit Bergparade, Berggottesdienst und Abschlusskonzert.
     
um 1500   Die reichen Silbervorkommen sind weitgehend abgebaut. Der Bergbau auf Wismut und Kobalt im Schneeberg-Neustädtler Kobaltfeld gewinnt an Bedeutung.
     
1516   Grundsteinlegung für einen größeren Kirchenneubau, ebenfalls St. Maria und Wolfgang geweiht. Baumeister Hans von Torgau, später Fabian Lobwasser.
     
1523   Die Stadtviertel (seit 1471 bestehend) erhalten feste Bezeichnungen: „Fundgrubenviertel“, „Kirchenviertel“, „Mühlviertel“ und Hospitalviertel“. Die so genannten Viertelsmeister waren dem Stadtrichter unterstellt.
     
1529   Gründung des Hospitals.
     
1533   Ende der Doppelherrschaft durch Ernestiner und Albertiner. Die Stadt geht an Kurfürst Johann über; die Reformation setzt sich durch.
     
1534   Schneeberg erhält das erste Stadtwappen. Der Entwurf stammt von dem Schneeberger Maler Wolfgang Krodel d.Ä.
     
1539   Übergabe des aus der Wittenberger Werkstatt von Lucas Cranach stammenden Flügelaltars an die St. Wolfgangskirche
     
     
1540   Fertigstellung der St. Wolfgangskirche, die mit 61x27x19 Metern zu den größten Gotteshäusern in Sachsen gehört.
    Frühester Hinweis auf planmäßigen Kobalterzabbau im Bereich der späteren Fundgrube „Gesellschaft“.
     
1543   Stadtbrand. Das im Bau befindliche Rathaus übersteht den Brand.
     
1527 - 1549   Errichtung des ersten Schneeberger Rathauses. Dieses prunkvolle Rathaus fiel dem großen Stadtbrand von 1719 zum Opfer und wurde danach neu errichtet.
     
um 1550   Die Dörfer Mühlberg und Rosenthal stehen unter der Rechtssprechung des Rates, gehören aber nicht zur Stadt.
     
1556-1559   Der Floßgraben wird angelegt.
     
um 1562   Anfänge der Spitzenklöppelei, zusätzlicher Broterwerb der Bergmannsfrauen.
     
1563   Kurfürst August kauft Neustädtel und ordnet es der Herrschaft Schwarzenberg zu.
     
1665   Die Stadt Schneeberg erhält von Kurfürst Johann Georg II. das Bürgermeisterprivileg und das heute noch gültige Stadtwappen verliehen.
     
1567-1575   Bau der Hospitalkirche
     
1574   Die Chronik des Petrus Albinus erscheint.
     
1579   Das Rathaus wird vollständig fertiggestellt. Im Untergeschoss befinden sich Ratswaage, Apotheke, Steuereinnahme, Wohnung des Waagemeisters und Salzschank; im Obergeschoss Beratungs- und Prunkzimmer, Rats- und Gerichtsstube, Bergamt, kleiner und großer Tanzboden. Eine „Öffentliche Trinkstube“ besteht seit 1536.
     
1599   Das schlimmste Pestjahr für die Stadt Schneeberg: innerhalb von 5 Monaten sterben 508 Einwohner.
     
1615   Die Druckerei von Nikolaus Strauß, eine der frühesten des Westerzgebirge, entsteht in Neustädtel.
     
1633   Kriegsgreuel durch Holksche Truppen: Häuser und Bergwerke werden zerstört, die St. Wolfgangskirche ausgeraubt, 50 Bürger werden ermordet, darunter der Kirchner Andreas Horlemann und der Stadtrichter.
    Schneeberg verliert im 30-igjährigen Krieg die Hälfte seiner Einwohner.
1635   Die Straußsche Druckerei wird in den Kriegswirren zerstört.
     
1649   Der 1633 geraubte Cranachsche Flügelaltar kehrt nach langwierigen Verhandlungen aus Böhmen zurück.
     
1665   Die Stadt erhält von Kurfürst Johann Georg II. das Bürgermeisterprivileg und ein neues Stadtwappen.
    Anstelle von drei Stadtrichtern sollen künftig zwei Bürgermeister, welche alljährlich in der Regierung wechseln, die Geschicke der Stadt leiten.
     
1673   Turmsingen seit diesem Jahr nachweisbar.
     
1684   Die erste Chronik von Christian Meltzer erscheint.
     
1692   Einrichtung einer regelmäßigen Post, zweimal wöchentlich nach Leipzig.
     
1700   Heinrich Fulde kauft die von Christian Pfützner 1679 gegründete Druckerei, hier werden später u.a. die Schneebergische Bibel und Meltzers Chronik hergestellt. Der Betrieb bleibt bis ins 19. Jh. im Familienbesitz.
     
1708   Die Hauptwache auf dem Fürstenplatz wird erbaut.
     
1714   „Extra-Post“ nach Nürnberg, ebenfalls zweimal wöchentlich.
     
1715   Schneeberg wird Garnisonsstadt (Anspachsches Infanterieregiment Graf von Costel).
     
1716   Christian Meltzer gibt die „Historia Schneebergensis Renovata“, die zweite, verbesserte und umfangreichere Stadtchronik heraus.
     
1719   Der große Stadtbrand vernichtet das Stadtzentrum, das danach im Stil des Barock neu aufgebaut wird.
     
1720-1723   Das Rathaus wird auf den alten Grundmauern im Barockstil wiedererbaut. Das Gebäude besitzt ein Mansardendach, einen schlanken Turm mit Barockhaube. Im Haus sind auch Wache und Gefängnis untergebracht.
     
1725-1726   In diesen Jahren entsteht ein Großteil der barocken Bürgerhäuser am Markt.
     
1730   Die ehemals hochgotische Neustädtler Kirche wird umgebaut und erhält eine barocke Innenausstattung.
     
1744   Stadtbrand. 32 Gebäude, nach dem großen Brand von 1719 neuerrichtet, werden ein Raub der Flammen. Betroffen waren der obere Teil der Eibenstöcker Gasse (Jetzt Zobelgasse) und der Frauenmarkt. Ursache war eine Unvorsichtigkeit beim Kaffeebrennen.
     
1851 - 1852   Das Rathaus, das 1849 durch Brandstiftung zerstört wurde, wird in der heutigen äußeren Form wieder aufgebaut (1911/1912 Umbau des Rathauses im Inneren, Stuck- und Kassettendecken-Jugendstil)
     
1756   Zwangsrekrutierung der ledigen Männer durch preußische Husaren.
     
1762/1763   Handelsherr Richter rettet die Stadt vor einer Brandschatzung durch die Preußen, indem er die geforderten 50 000 Taler vorstreckt.  
     
1771/1772   Hungersnot. In Schneeberg sterben 1772 nahezu 1000, in Neustädtel 288 Einwohner. Christian Heinrich Richter lässt auf seiner Halde zur „Alten Fundgrube Hoffnung zu Gott“ von Hunderten Einwohnern einen Garten anlegen und ihn mit einer Steinmauer umgeben, um den Menschen „Brot, Verdienst, Mut und Vertrauen“ zu geben. Kosten: 30 000 Taler.
     
1783   Dammbruch des Filzteichs. Das Unglück fordert in Zschorlau 18 Menschenleben.
     
1785   Goethe erhält keine Erlaubnis zur Besichtigung hiesiger Bergwerksanlagen.
     
1786   In diesem Jahr wird Goethe die Befahrung Schneeberger Gruben genehmigt, u.a. besichtigt er auch den Filzteich.
     
1803   Johann Gottfried Herder besucht die Stadt und arbeitet an seinem Drama „Admetus Haus“.
     
1805   Gründung des ersten Industriebetriebes, eine Buntpapierfabrik am Zobelplatz. Im gleichen Jahr entsteht ebenfalls am Zobelplatz die Geitnersche Fabrik zur Herstellung von Metallschmelzfarben.
     
1810   Gründung einer Spitzenklöppelschule
     
1813   Auf Anweisung der französischen Besatzungsmacht muss für 500 aus Russland zurückkommende Kranke und verwundete Soldaten ein Feldlazarett errichtet werden. Die Kranken werden in der Hospitalkirche, im Schießhaus im Richterschen Grundstück und im Brünlasgut untergebracht. 576 Soldaten und Einwohner sterben an Typhus und Wundfieber.
     
1814   Gründung der Schillschen Druckerei.
     
1830   Bildung der Schneeberger Communalgarde (1868 aufgelöst).
     
1835   Auflösung der Lateinschule. In der Folge Gründung städtischer Bürgerschulen.
     
1838   Der erste Teil der Stadtchronik von Carl Lehmann wird gedruckt (Teil 3 erscheint 1840).
    Der Schneeberger Rat lehnt das Ersuchen des Dorfes Mühlberg um einen Anschluss an die Stadt ab.
    Gründung des Stiftes „Marienhof“. Aufnahme verwahrloster Kinder und deren Beschäftigung in der Landwirtschaft. Besteht bis 1874, dann städtischer Landwirtschaftsbetrieb.
     
1839   Eröffnung des Stadtkrankenhauses.
    Während eines Besuches in Schneeberg spielt Robert Schumann seiner Braut Clara Wieck erstmals seine „Kinderszenen“ vor (Gedenktafel am Haus, Zobelplatz 4).
     
1840   Erste Straßenbeleuchtung in Schneeberg (Öllaternen).
     
1841   Neustädtel hat erstmals einen Bürgermeister. Unter Johann Friedrich Müller erhält die Stadt ein Rathaus (1844), eine Straßenbeleuchtung mit 4 Laternen (1845), eine Sparkasse (1847) und hat damit den Nachbarorten einiges voraus.
     
1846   Gründung des Zeitungsverlages mit Druckerei C.M. Gärtner in der Hartensteiner Straße.
     
1847   Der „Erzgebirgische Volksfreund“ erscheint.
    Gründung einer Puppenfabrik am Zobelplatz, 1881 Umzug ins alte Bergmagazin.
     
1848   Die Turnerkompanie der Communalgarde verhindert durch ihren Einsatz bei einem Stadtbrand in Lößnitz das Übergreifen der Flammen auf die Kirche und den oberen Stadtteil.
     
1849   Bürgerlich-demokratische Revolution: Unter Führung von Kirbach und Dietz nimmt eine Schneeberger Freischar in Stärke von etwa 60 Mann am Aufstand in Dresden teil. Gottlieb Heinrich Dietz wird im selben Jahr in Mannheim hingerichtet.
    Durch Brandstiftung, von einem Häftling verursacht, wird das Rathaus zerstört.
     
1851   Das Martinsstift wird gegründet, eine Kleinkinderbewahranstalt.
     
1851-1852   Wiederaufbau des Rathauses in der heutigen äußeren Form. Im ersten Stock ist die Stadtverwaltung, im zweiten sind das Amtsgericht mit Verhandlungssaal, Wohnungen für Gerichtsinspektor und Hausmeister sowie Gefängnisse untergebracht. Das gusseiserne Stadtwappen (Fa. Lattermann, Morgenröthe) wird 1852 an der Turmvorderseite angebracht.
     
1856   Einweihung des Neustädtler Schulgebäudes.
    Das Bergamt wird nach Schwarzenberg verlegt.
     
1857   Einrichtung einer Telegraphenstation im ehemaligen Bergamt.
     
1859   Bau der Eisenbahnzweiglinie Niederschlema-Oberschlema-Schneeberg.
     
1860   Gründung der Schmalfußschen Holzspielwarenfabrik am Drachenkopf.
    Gründung der Freiwilligen Turnerfeuerwehr.
     
1861   Christian Friedrich Brendel, Neustädtels größter Sohn, stirbt in Freiberg. Er arbeitete sich vom Bergjungen zum Bergrat und Maschinendirektor des sächsischen Bergbaus empor.
     
1863   Mühlberg wird nach Neustädtel eingemeindet.
    1866 Bau der Gasanstalt durch die Fa. Wilhelm Nolte, Berlin. Die Straßenbeleuchtung erfolgt jetzt mit 52 Gaslaternen.
     
1867   Inbetriebnahme der ersten Hochdruckwasserleitung.
     
1868   Gründung des Schmirgelwerkes und der Nähmaschinenmöbelfabrik in Neustädtel.
     
1870   Gründung der städtischen Realschule
    Die ersten Handstrickmaschinen werden aufgestellt.
     
1872   Eröffnung des Lehrerseminars in einem alten Lagerhaus.
     
1874   Fertigstellung des Seminargebäudes für das Kgl. Sächsische Lehrerseminar (heute Johann - Gottfried - Herder - Gymnasium),damals das schönste Schulgebäude in Sachsen (Erweiterung (1898-1900).
    Wilhelm Liebknecht spricht auf einem Arbeiterfest im Gartenlokal „Grüne Laube“.
     
1876   Gründung einer kaufmännischen Fortbildungsschule.
     
1877   Die Schneeberger Garnison wird nach Chemnitz verlegt.
     
1878   Dr. Johann August Köhler, Pädagoge am Königlichen Lehrerseminar zu Schneeberg, gründet in Aue den Erzgebirgsverein. Gründung der Königlichen Spitzenklöppelmusterschule.
     
1880   Bildung der 1. Freiwilligen Feuerwehr.
     
1881   Gründung der Königlichen Gewerbezeichenschule.
     
1884   Gründung des Glückauf-Vereins durch die Brüder Bruno und Alfred Dost. Ziel des Vereins ist es, das bergmännische Liedgut des Schneeberger Reviers vor der Vergessenheit zu bewahren.
     
1888   Eröffnung des Gymnasiums.
     
1889   Gründung des Bergvereins. Er hat sich die Ausrichtung von Ausstellungen und die Schaffung eines Großweihnachtsberges zum Ziel gestellt.
     
1908   Gründung der Schnitzvereinigung „Glückauf“ in Neustädtel.
     
1910   Das Amtsgericht bezieht ein eigenes Gebäude.
    Elektrische Beleuchtung (1901 war das Legen von Stromleitungen durch die Gaswerksgesellschaft verhindert worden).
     
1911   27 Prozent aller Arbeiter sind in der Handstickerei beschäftigt. Dieser Industriezweig ging während des ersten Weltkrieges ein.
     
1911-1912   Das Rathaus wird im Innern umgebaut. Die Stuck- und Kassettendecke (Jugendstil), die bleiverglasten farbigen Fenster und der Kälberbrunnen werden eingefügt. Das Bauvorhaben wird vor allem durch Spenden von Bürgern ermöglicht (40 000 Mark).
    Über dem Portal entsteht das Sandsteinrelief der Romner-Sage (vom Fündigwerden Schneebergs). Unter anderem entstehen folgende Räumlichkeiten: Ratskeller, Ratssitzungssaal, Bürgermeisterzimmer, Stadtverordnetensaal.
     
1912   Die kaufmännische Fortbildungsschule, jetzt unter der Bezeichnung Handelsschule, bezieht in der Ringstraße ein neues Gebäude.
     
1914   „Königliche Zeichenschule für Textilindustrie und Gewerbe“ (neue Bezeichnung seit 1907) und „Königliche Spitzenklöppelmusterschule“ beziehen einen Neubau (heute Teil des Gymnasiums, neben dem Amtsgericht).
     
1920   Die städtische Schnitzschule Neustädtel (die älteste des Erzgebirges) wird gegründet.
     
1922-1924   Die Motorradwerke Schneeberg (Albert) produzieren Motorräder mit Zweitaktmotor.
     
1923   Erste Ausstellung von Altertümern.
     
1929   Im Hintergebäude des „Sächsischen Hauses“ wird ein Heimatmuseum eröffnet. Kernstück der Schau ist der große Schneeberger Heimatberg.
    Weihe des Ehrenmales im Stadtpark - Material: Hartheimer Muschelkalk, Entwurf: Prof. Albinmüller, Darmstadt
     
1934   Das Museum für bergmännische Volkskunst Schneeberg erhält seinen Standort im "Bortenreuther-Haus".
     
1935   Der Bergmannsbrunnen „Neuer Anbruch“ wird eingeweiht.
     
1939   Die Stadt Neustädtel wird eingemeindet.
    Auflösung der Zeichenschule. Namensänderung der Spitzenklöppel - Musterschule in „Barbara - Uttmann - Schule“, Staatliche Berufsfachschule für Klöppelspitzen Schneeberg“.
     
1940   Der Fabrikant Fritz Fritzsch schenkt der Stadt den Silberschatz der Privaten Schützengesellschaft.
     
1945   Am 19. April werden bei einem Angriff amerikanischer Tiefflieger 15 Menschen getötet, 18 Wohn- und Geschäftshäuser (darunter das „Fürstenhaus“) und die St. Wolfgangskirche zerstört. Durch das entschlossene Handeln Schneeberger Bürger können die Tafeln des Cranach-Altars aus der brennenden Kirche gerettet werden.
     
1951   Baubeginn der „Siedlung“ (später „Siedlung des Friedens“ genannt).
     
1952   Bildung des Stadtkreises Schneeberg (Schneeberg, Ober- und Niederschlema, Griesbach, Lindenau).
    Nach Senkung der Gleisanlagen durch den Wismut-Bergbau in Oberschlema wird der Personenverkehr der Deutschen Reichsbahn auf der Strecke Oberschlema-Schneeberg eingestellt.
     
1953   Die Sternwarte wird fertiggestellt.
    Der Wiederaufbau des Kirchturms von St. Wolfgang ist abgeschlossen.
     
1957   Der Wiederaufbau von Fürstenhaus und Graslaub - Haus ist abgeschlossen.
     
1958   Auflösung des Stadtkreises Schneeberg.
    Die Eindeckungsarbeiten an der St. Wolfgangskirche werden beendet.
     
1963   Erstmals wird in Schneeberg das "Lichtelfest" gefeiert, das alljährlich am 2. Adventswochenende tausende Besucher aus nah und fern anzieht.
     
1965   Der Heimatforscher Artur Günther wird Ehrenbürger.
     
1968   Grundsteinlegung für das Elektromotorenwerk.
     
1971   500-Jahr-Feier.
     
1976   Das Kleinplanetarium wird seiner Bestimmung übergeben.
     
1981   Dem langjährigen Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Neustädtel, Karl Schreiter, wird die Ehrenbürgerschaft verliehen.
     
1985   Werner Kempf, der Maler, Mundartdichter und Autor wird Ehrenbürger.
     
1990   Nach der Wende wird die CDU bei den Kommunalwahlen stärkste Partei. Städtepartnerschaft mit Herten (NRW).
     
1991   Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Heilfurth wird Ehrenbürger.
    Mit den Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet wird begonnen.
     
1992   Walter Rau wird die Ehrenbürgerschaft verliehen.
     
1995   Nach umfangreicher Rekonstruktion und Neubau des Saales wird das Kulturzentrum "Goldne Sonne" eröffnet.
    Fertigstellung der letzten Säule im Kirchenschiff von St. Wolfgang.
    Das Technische Museum „Siebenschlehener Pochwerk“ wird teileröffnet.
     
1996   Schneeberg richtet den 8. Deutschen Bergmannstag aus (Eine Bergparade mit 4000 Teilnehmern ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten.) und feiert gleichzeitig 525. Stadtjubiläum. Der restaurierte Flügelaltar von Lucas Cranach erhält wieder seinen Platz in der St. Wolfgangskirche. Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Veresegyház.
     
1998   Weihe der neuen Jehmlich-Großorgel in St. Wolfgang.
     
1999   Eingemeindung von Lindenau als neuer Ortsteil von Schneeberg.
    Die Sternwarte erhält den Namen Zeiss-Planetarium.
    Die Fundgrube „Weißer Hirsch“ in Schneeberg-Neustädtel ist als Besucherbergwerk der Öffentlichkeit zugänglich.
     
2000   Die neue Straßenbrücke als Teil der Ortsumgehung B 93 erhält den Namen „Werner-Kempf-Brücke“. 
     
2001   26. 01. 2001 Einweihung des Neubaus der Pestalozzi-Turnhalle, 25. 05. 2001 Einweihung der Teilortsumgehung B 93, 06. 06. 2001 Frieder Stimpel wird erneut zum Bürgermeister gewählt
     
2002   12. und 13. 08. 2002 Hochwasserkatastrophe in Schneeberg - Griesbach und Knappschaftsbach überfluten Straßen und Keller, Forstteich, Meyer-Teich und Pochwerksteich laufen über die Dammkronen, beim Pochwerksteich droht ein Dammbruch, ca. 150 Menschen im Bereich Knappschaftsbach / Stiftstraße werden vorsorglich am Abend evakuiert. Der Hanggraben bricht und überflutet die Kreuzung B 169 / Auer Straße. Die Fernverkehrsstraße in diesem Bereich ist 14 Tage nicht befahrbar. Es entsteht ein Schaden von mehr als 4 Mio. EUR in Schneeberg.
    21. 10. 2002 Werner Unger wird das Ehrenbürgerrecht der Bergstadt Schneeberg verliehen.
     
2006   22. 07. 2006 Einweihung Veit Hans Schnorr v. Carolsfeld Glockenspiels aus Meißner Porzellan, 10. 11. 2006 Neugestaltung des Fürstenplatzes abgeschlossen.
     
2007   Im April findet in Schneeberg der 25. Klöppelspitzen-Kongress des Deutschen Klöppelverbandes e.V. statt.
 
 
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